POCKETCONTAINER.DE
Die Seecontainerwohnung
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Seecontainerwohnung - Baugenehmigung, Brandschutz & Bauphysik, Ökologie



Das Baurecht ist national sehr unterschiedlich geregelt, daher kann die Baubehörde eine Baugenehmigung für eine Containerwohnung fordern. Für eine dauerhafte Nutzung des Pocketcontainers als Wohnraum sind im Vorfeld die örtlichen Behörden zu kontaktieren. Das Aufstellen des Seecontainerhauses für einen temporären Zeitraum ist in der Regel ohne Baugenehmigung möglich. Eine temporäre Nutzung gilt allerdings meist nur für eine sehr kurze Standzeit, die Dauer liegt im Ermessen der jeweiligen Baubehörden. Für eine unbefristete Containerhaus Baugenehmigung (i.d.R länger als 3 Jahre) ist die Einhaltung der jeweils gültigen Wärmeschutzverordnung erforderlich, die der Pocketcontainer erfüllt.
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Für dieses Projekt kommen 20 Fuß Seecontainer mit Normmaßen zum Einsatz. 40 Fuß Seecontainer können wie auch High Cube Versionen analog ausgebaut werden. Im Fertigausbaustadium ergeben sich folgende Innenraummaße für das hier realisierte Projekt:

Länge 5,6m - Breite 2,1m und Innenhöhe 2,19m.

Sollte es Probleme mit der Innenraumhöhe geben (keine Erteilung der Baugenehmigung - da ggf. eine Mindesthöhe für Wohnräume von 2,4 m erforderlich ist) muss als Ausbauprojekt ein High Cube Container verwendet werden.

Energetisch On Top - sparsam und umweltfreundlich

Seecontainer werden als Frachtbehälter konstruiert. In der Bauphysik ist der Seecontainer als Leichtbaumodul einzustufen. Aufgrund fehlender Masse wie bei massiven Steinbauten der Fall, weist die Außenhülle eine geringe Wärmekapazität auf. Um dem schnellen Auskühlen im Winter oder Aufheizen im Sommer entgegenzuwirken, ist eine ausreichend dimensionierte Dämmung erforderlich. Um den aktuellen Anforderungen der ENAV gerecht zu werden, beträgt die Dämmstärke bei den Pocketcontainern in der Regel 120 mm, als Fenster werden 3-fach verglaste Elemente verbaut. Die erforderliche Heizlast beträgt somit nur noch 1000 W. Für schnelle Aufheizzyklen sorgt eine Warmluftheizung, der erforderliche Luftwechsel erfolgt mittels Abluftanlage.
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Pocketcontainer sind zu 99 % recyclebar

Mit Ausnahme des Container Korpus kommen alle Bauteile aus deutscher oder europäischer Fertigung. Der Container wird zwar in Fernost gefertigt, allerdings dient er auf dem ersten Seetransportweg nach Deutschland als Ladebehälter.

Die Außenhülle besteht aus haltbarem Corten Stahl, der in vollem Umfang recyclingfähig ist, das gilt ebenso für die nachträglich verbauten Stahl- und Aluminiumprofile. Die innere Konstruktion des tragenden Holzfachwerkes ist aus unbehandeltem Kiefer/Fichte - Konstruktionsvollholz gefertigt. Für die Fensterrahmenverkleidung kommt Lärchenholz aus heimischer Produktion zum Einsatz.

Die Fenster werden aus 2 bzw. 3 fach verglasten PVC Fenstern gefertigt, PVC Fensterprofile sind extrem langlebig, trotzen den widrigsten Wetterbedingungen und sind zu 100% verwertbar.

Die für den Innenausbau verwendeten Holzbaustoffe (Spanplatte, Konstruktionsholz, Elektrokabel usw.) sind in einem hohen Maße recyclingfähig. Der Terrassenbelag wird aus Lärchenholz gefertigt.

Die Lebensdauer eines Pocketcontainers liegt bei > 30 Jahren.

Der Stahlanteil am Gesamtgewicht des Behälters ist nicht unerheblich, so dass beim späteren Rückbau incl. der Entsorgung mit dem Verkauf des Altstahls ein nicht unerheblicher Anteil der Gesamtentsorgungskosten gedeckt werden kann. Somit wird i.d.R. eine kostenneutrale Entsorgung nach der Nutzungsdauer erreicht. Im Rahmen des Rückbaus fallen keine gefährlichen Abfallarten an, die einer aufwändigen und somit kostenintensiven Entsorgung bedürfen.

In meiner kompletten Bauanleitung der Version 3 ist als Vorlage die Baugenehmigung für den Seecontainer mit enthalten, allerdings benötigen Sie für Ihr Projekt einen eingetragenen Architekten, der die Baugenehmigungs Unterlagen erstellt und einreicht.


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